Presse

SchwarzRund: „Biskaya: Afropolitaner Berlin-Roman“
von Dani Baumgartner
frauen*solidarität, 1/2017

Biskaya

 

Biskaya heißt der neue Roman der Aktivist*in, Autor*in, Blogger*in und Performer*in SchwarzRund. Sie* beschreibt die (kolonial-)rassistische, heteronormative Arbeits- und Lebensumgebung von Tue, einer Schwarzen queeren Sängerin und ihrer Wahlfamilie zwischen Bandauftritten, Psychiatrie, Hochschule und Lohnarbeit.

So vielschichtig wie die gezeichneten Charaktere – die einem binnen weniger Seiten ans Herz wachsen, weil sie nicht perfekt, aber dafür umso überzeugender, bewunderns- und liebenswerter sind – werden auch Formen des Widerstands beschrieben. Diese reichen von (Über-)Leben, über gegenseitige Liebe und Unterstützung und künstlerischer Praxis bis hin zum nächtlichen Einbruch ins symbolische Zentrum des Kolonialismus, der in kraftvoll-orgiastischer Selbstermächtigung gipfelt. Auch sprachlich widersetzt sich der Roman grammatikalischen Scheinnotwendigkeiten und Schubladisierungen.

Als Gegenpart zu den hochaktuellen und gerade deshalb dystopisch anmutenden Berliner Zuständen entwirft SchwarzRund die politische Utopie Biskaya, eine Schwarze europäische Insel. In der Beschreibung Biskayas gelingt es der Autor*in, gerade genug Information zu geben, um den eigenen Vorstellungen Konturen zu verleihen und dennoch zum Träumen einzuladen.

Dani Baumgartner

 

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